Anja hat Glück gehabt

Das Wort „Glück“ hat beim Boulespiel vielerlei Bedeutung. Das Glück des erstmals mit dem Kugelspiel in Berührung Kommenden – aufgenommen, mit Leihkugeln ausgestattet und gleich ins Spiel eingebunden zu werden, ist etwas, was in vielen Bouletreffs zu erleben ist. Da ist das schon sprichwörtliche Glück des Anfängers, beim unbeschwerten Wurf der Kugel den einen oder anderen traumhaften Spielzug zustande zu bringen. Da ziehen dann sogar die hartgesottenen Kugelwerfer symbolisch den Hut. Und nach einiger Zeit beim Spiel stellt sich die Form von Glück ein, deretwegen viele dieses Spiel betreiben: Das Glück, die Welt um sich herum zu vergessen und einfach nur zu spielen. Anja Baumgart-Pietsch hatte nun eine weitere Form des Glücks: Sie berichtete vom Versuch eines kleinen Bouleturniers anlässlich des Schlangenfestes in Schlangenbad am vergangenen Wochenende. Was wegen des nicht so tollen Wetters und mäßiger Beteiligung normalerweise nicht einmal Gehalt für eine kurze Erwähnung gehabt hätte und in jeder Redaktion bestenfalls unter „Ferner liefen“ abgelegt worden wäre, erreichte hier die den Status eines „Vierspalters“, der nur mit Text eine Viertelseite im „Wiesbadener Tagblatt“ auf der Frontpage des Lokalteils füllen durfte. Es ist ein wunderschöner Bericht und die Redaktion hatte Recht, ihm diesen hervorragenden Platz einzuräumen. Und an Anja geht unser Lob: Einen so schönen Bericht über das Boulespiel, der noch dazu alle klassischen Vorurteile (Käse und Rotwein, dazu die Baskenmütze) vermeidet und dabei einen wesentlichen Inhalt dieses Spiels rüber bringt, habe ich bisher noch nicht gelesen. Über die Infizierung Anjas mit dem Boulevirus mache ich mir übrigens keine Sorgen – wir haben da wirkungsvolle Medizin.

Ich würde hier gerne für alle, die den Artikel verpasst haben, den Bericht einstellen. Doch da gibt es urheberrechtliche Fragen zu klären, die ich angestoßen, zu denen ich in Anbetracht der Kürze der Zeit aber noch keine Reaktion habe. Für die Rheingauer gibt es eine einfache Lösung: Vielleicht seid Ihr sowieso Abonnenten, dann habt Ihr den Bericht in Eurer Tageszeitung (Wiesbadener Tagblatt vom 21. Juli 2011 – Rheingau-Lokalteil). Eine geringügig andere Variante findet sich auf der Webseite des Wiesbadener Kurier. Ansonsten könnt Ihr vielleicht aber auch noch ein Exemplar bei Eurem Zeitungshändler oder einem netten Bekannten oder Nachbarn ergattern. Auch im Internet auf der Seite des Wiesbadener Tagblatt gibt es einen Bericht, der aber leider nicht vollständig ist und außerdem nach unserer Erfahrung in absehbarer Zeit wieder verschwindet. Für alle auswärtigen Besucher dieser Webseite – und davon gibt es, wie man hört, einige – bleibt im Moment nur die Internetseite des Verlages und die Hoffnung, dass wir gelegentlich den Bericht im Original hier einstellen dürfen.